Judo-Verband Schleswig-Holstein e. V.

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Trainerassistenten-Ausbildung Teil 1


Das erste Modul des diesjährigen Lehrgangs zum Judotrainerassistenten fand vom 23. bis zum 25. September 2016 im Sport- und Bildungszentrum Malente statt. Ausrichter der Veranstaltung war der Judo-Verband Schleswig-Holstein e.V.

Am Freitag reisten die 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen 17 Uhr an. Nach der Anmeldung wurden die Zimmer bezogen, anschließend gab es Abendbrot. Die zukünftigen Trainerassistenten wurden von den Referenten Cordula und Hardy begrüßt und über das Gelände geführt. Während der ersten Besprechung wurden Aufgaben verteilt, sodass jeder der Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine feste Zuständigkeit für das Wochenende hatte. Zum Kennenlernen fand ab 20.30 Uhr in der Budo-Halle die erste Einheit statt: Es wurden Kennlernspiele gespielt, die Geschichte des Judos erläutert und zum Abschluss gab es ein Bodenrandori, bei dem auch das Auflösen einer Banklage und einer Beinklammer ausprobiert wurden. Zusammen wurde der Sinn hinter den Übungen und den Spielen erarbeitet.
Am Samstag war nach dem Frühstück eine Theoriestunde zum Thema „Planung einer Unterrichtseinheit“ an der Reihe. Cordula erklärte, worauf bei der Organisation des Trainings zu achten ist und welche Möglichkeiten es für den Aufbau gibt. Danach wurde dieses Wissen anhand eines Praxisteils mit dem Thema „Methodische Reihe“ vertieft. (Hierbei wurde mit einem Spiel begonnen, das zu Ende der Stunde mit den Würfen (O-soto-otoshi und Ippon-seoi-nage), die während des Trainings gelernt wurden, erweitert wurde.)
Nach dem Mittagessen ging die Gruppe zusammen nach Malente zum Eisessen. Zurück im Sport- und Bildungszentrum lernten die Mädchen und Jungen bei Hardy, was sie im Notfall beim Training zu beachten haben, wie die Zuständigkeiten verteilt sind und wie sie Erste Hilfe leisten können. In der zweiten Einheit durften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer paarweise eine methodische Reihe zu einer Übung aus der Fallschule (Ukemi-waza) entwickeln, mithilfe derer den Anfängern das Erlernen der Fallübungen erleichtert werden kann.
Nach dem Abendessen wurde den Jugendlichen die Struktur des Judoverbandes erläutert. Wer hat welche Aufgaben und Rechte, welche Lizenzen gibt es und wie ist der JVSH aufgebaut? Fragen wie diese konnten geklärt werden. Im Anschluss besprach die Gruppe, welche Aspekte bei der Planung eines Turniers zu beachten sind: Für wen und für wie viele Teilnehmer richten wir das Turnier aus? Wann und wo soll es stattfinden, welche Termine und Richtlinien sind dabei einzuhalten? Wen müssen wir einladen und wer kann uns helfen? Brauchen wir Sponsoren und was kostet das Turnier eigentlich?
Am Sonntag verabschiedeten sich Cordula und Hardy nach dem Frühstück, da an diesem Tag Klaus, der Kampfrichterobmann des JVSH, die theoretische Ausbildung zum Jugendkampfrichter für die Altersklasse U12 übernehmen sollte. Bei Klaus lernten die Judoka, welche Regeln bei Wettkämpfen eingehalten werden müssen und welche Sonderregeln für U12 gelten. Es wurden die Handzeichen und Bewertungsrichtlinien gelernt und im Anschluss an das Mittagsessen beim Randori ausprobiert. Die Seitenrichter und der Kampfrichter testeten ihr Wissen, das Publikum und Klaus diskutierten die Bewertungen und Strafen mit ihnen, sodass die ganze Gruppe lernte, wie das Regelwerk umzusetzen ist. Bestimmt gibt es bald einige neue Jugendkampfrichter!
Insgesamt hat das Wochenende allen Spaß gemacht und alle haben viel dazu gelernt. Wir freuen uns auf das nächste Lehrgangswochenende, an dem wir unter Beweis stellen können, dass wir gute Trainerassistenten werden.

Text: Marie und Jan (Teilnehmer der Trainerassistenten-Ausbilung)