Judo-Verband Schleswig-Holstein e. V.

Kleine Regelkunde

Judo ist seit 1964 olympische Sportart. Es werden offizielle Wettkämpfe auf allen Ebenen, bis hin zur Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Kämpfe werden in Alters und Gewichtsklassen durchgeführt.

Zur Unterscheidung der kämpfenden Judoka trägt ein Judoka einen weißen Judoanzug und andere einen blauen Judoanzug (statt eines blauen Judoanzugs wird auch ersatzweise ein weißer Anzug mit zusätzlichem roten Gürtel getragen).

Jeder Kampf wird von lizenzierten Kampfrichtern bewertet, die jede Aktion eines Judoka beurteilen. Dabei gelten die Kampfregeln der „Internationalen Judo Förderation“. Immer dann, wenn eine Aktion bestimmten Kriterien entspricht, erhält der Judoka hierfür eine entsprechende Wertung. Folgende Bewertungen können in der Reihenfolge ihrer Wertigkeit vergeben werden:


Hierbei ist der Yuko die kleinste und der Ippon die Höchste Wertung.

Nach Erzielen eines Ippon ist der Kampf vorzeitig beendet, d.h. daß ein Ippon nur einmal je Kampf vergeben werden kann. Erhält ein Judoka zwei Waza-ari, so ergibt dies auch einen Ippon, und der Kampf ist dann auch vorzeitig beendet. Falls diese beiden Fälle nicht eintreten, wird der Kampf nach Ablauf der Wettkampfzeit vom Kampfrichter beendet. Es ist der Judoka Sieger des Kampfes, der die höheren Wertungen erhalten hat. Hierbei gilt:


Immer dann, wenn am Ende der Kampfzeit (ab U14 nach "Golden Score") beide Judoka die gleichen oder keine Wertungen erhalten haben, erklären die Kampfrichter den Judoka zum Sieger, der dem anderen technisch überlegen war (Kampfrichterentscheid).

Bei einem Judokampf können Wurftechniken, Halte-, Würgegriffe und Hebeltechniken eingesetzt werden. Der Kampf beginnt in der Standposition und kann in der Bodenlage fortgeführt werden. Um die oben beschriebenen Wertungen zu erhalten gilt grundsätzlich: